Eines der LGBT-Symbole ist die Regenbogenflagge
Die Vielfalt der LGBT-Szene, dargestellt in einem StraรŸenschild an der berรผhmten Christopher Street in New York City (2019)

LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum รผbernommene Abkรผrzung fรผr Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender (lesbisch, schwul, bisexuell und transgender). Mittlerweile hat sich LGBT als Kurzform fรผr viele Geschlechter, Geschlechtsidentitรคten und sexuelle Orientierungen durchgesetzt, die von zweigeschlechtlichen oder heterosexuellen Normen abweichen. Alle Untergruppen fordern Freiheiten in Bezug auf die gesellschaftlich geprรคgte zweigeschlechtliche Ordnung und die damit verbundene soziale Norm der Heteronormativitรคt (gegengeschlechtliche Liebe).

Zunรคchst kam im Englischen LGB auf als Zusammenschluss von Personen mit den entsprechenden sexuellen Orientierungen im Kampf gegen Diskriminierungen (vergleiche Heterosexismus). Dieser Sammelbewegung schlossen sich bald Gruppen von Transgender-Personen an, die sich nicht mit dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizierten (vergleiche Cisgender). Die Kategorie โ€žTransgenderโ€œ bezieht sich nicht auf die sexuelle Orientierung der Betroffenen, sondern auf ihre Geschlechtsidentitรคt (ihr Gender). Die Nรคhe zu den drei erstgenannten Gruppen ergibt sich historisch aus den Diskussionen um dritte Geschlechter und der sozial wirkenden Heteronormativitรคt. Weil sich mit einem Wechsel der geschlechtlichen Zuordnung auch die Kategorisierung der sexuellen Orientierung รคndert, wird von Transgender-Personen gemeinsam mit der LGB-Bewegung das Recht gefordert, die eigene Sexualitรคt ausleben zu dรผrfen, รผber Homosexualitรคt hinausgehend. Obwohl einzelne Interessensgruppen wie beispielsweise die britische LGB Alliance gegen die Integration von Trans-Personen in die LGB-Bewegung waren, wurde dennoch basierend auf Basis der genannten gemeinsamen Forderung die Ergรคnzung der Abkรผrzung โ€žLGBโ€œ um das โ€žTโ€œ begrรผndet.

Mit dem Aufkommen der Queer-Theorie schlossen sich weitere queere Personen der Sammelbewegung an (LGBTQ). Im Folgenden wurde die Bezeichnung teilweise weiter ergรคnzt mit โ€žIโ€œ fรผr intergeschlechtliche Personen, dann mit โ€žAโ€œ fรผr asexuelle, aromantische und agender Personen[1] und schlieรŸlich mit einem Pluszeichenย + oder Trans-Sternchenย * als Platzhalter fรผr weitere Geschlechtsidentitรคten (LGBTQIA+). Ab der Jahrtausendwende waren diese Abkรผrzungen derart verbreitet, dass sie weltweit von vielen Gruppen und deren Medien verwendet und dadurch zum Internationalismus wurden. Seit Juli 2014 gibt es im Internet die Top-Level-Domain .lgbt.[2] Auch die UN-Menschenrechtskommission verwendet die Kurzform LGBT in ihrer Kampagne โ€žUN Free & Equalโ€œ. In Deutschland nennt das Regenbogenportal des Bundesfamilienministeriums die Abkรผrzungen LSBT, LSBTI, LSBTIQ oder LSBTI* (siehe unten). Die Bundeszentrale fรผr politische Bildung verรถffentlichte 2017 ein LSBTIQ-Lexikon.[3]

Geschichte

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Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff drittes Geschlecht als Sammelbegriff fรผr Menschen, die von heteronormativen Regeln abweichen, verwendet. Beginnend mit Magnus Hirschfeld und vor allem ab Ende der 1940er Jahre wurde in der Wissenschaft immer mehr zwischen Homo- und Transsexualitรคt unterschieden, und der Begriff drittes Geschlecht wurde aufgegeben. Besonders in den 1940er Jahren bis Anfang der 1970er Jahre verwendeten einige statt des medizinisch klingenden, durch die รœberbetonung des Sex leicht zu Missverstรคndnissen fรผhrenden und stark negativ belasteten Wortes homosexuell den Begriff homophil als Selbstbeschreibung, der die Liebe hervorheben sollte. Es waren oft konservativere Personen, die auch eine sehr starke Anpassung an die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft guthieรŸen. Besonders ab Stonewall 1969 verwendeten progressivere Personen die zu Geusenwรถrtern gewordenen Begriffe gay oder schwul.

Durch die stรคrkere Zusammenarbeit der Schwulen- mit der Lesbenbewegung, die auch stark mit der Frauenbewegung verknรผpft ist, wurde die Forderung nach einer eigenen Identitรคt laut, und es wurden immer mehr die Wortfolgen โ€žSchwule und Lesbenโ€œ, โ€žschwul-lesbischโ€œ oder โ€žgay and lesbianโ€œ verwendet, um klarzustellen, dass auch lesbische Belange gemeint sind. Oft wurde auch den Frauen im Namen der Vortritt gelassen, unter anderem, weil sie weniger oft bemerkt werden. Im Alltagsgebrauch in der Szene wird auch oft โ€žschwullesbischโ€œ oder โ€žgaylesbianโ€œ verwendet.

In den 1970er Jahren begann sich die bisexuelle Gemeinschaft zu emanzipieren. Sie forderte, als eigenstรคndige Gruppe betrachtet zu werden,[4] wollte aber teilweise mit den schon etablierten Verbรคnden zusammenarbeiten. Durch die herrschende Heteronormativitรคt wurden Bisexuelle oft als Schwule und Lesben angesehen. Andererseits gab es Differenzen, da sich einige Lesben und Schwule strรคubten, Bisexuelle als solche zu akzeptieren, und ihnen Feigheit vor einem Coming-out und damit manchmal sogar den Verrat an der Bewegung vorwarfen. Zusรคtzlich war in den spรคten 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahre die erste Euphorie nach Stonewall verflogen und AIDS betrat die Bรผhne der Zeitgeschichte. Auch durch Letzteres angestoรŸen, kamen Ende der 1980er Jahre vermehrt die Bezeichnungen โ€žgay, lesbian and bisexualโ€œ beziehungsweise โ€žSchwule, Lesbische und Bisexuelleโ€œ auf. Wegen der Langatmigkeit, alle Gruppen aufzuzรคhlen, wurde in der englischsprachigen Welt immer รถfter die Abkรผrzung โ€žGLBโ€œ beziehungsweise โ€žLGBโ€œ benutzt. Im deutschsprachigen Raum konnte sich die Abkรผrzung โ€žLSBโ€œ kaum durchsetzen und noch weniger โ€žSLBโ€œ. Hier wurde immer mehr dazu รผbergegangen, mit den vorhandenen Worten zu spielen und oft durch Binnenmajuskel verdeutlichte Akronyme wie vor allem LesBiSchwul oder auch โ€žschwuLesBischโ€œ zu verwenden. Auch die Newsgroup โ€žde.alt.soc.lesbischwulโ€œ hat daher ihren Namen. Das englische Pendant LesBiGay beinhaltet zugleich das Wortspiel Letโ€™s be gay! (โ€žLass uns schwul seinโ€œ).[5]

Unter anderem die Verbreitung von Ideen aus der Queer-Theorie und die Genderforschung in anderen Kulturen und Zeiten fรผhrten dazu, dass die Gruppierungen sich wieder nรคher kamen. Erst in den 1990er Jahren wurde es รผblich, von gay, lesbian, bisexual and transgender people beziehungsweise โ€žSchwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendernโ€œ zu sprechen. Da die oftmalige Aufzรคhlung aller Betroffenen der sexuellen Minderheiten immer sehr langatmig und platzraubend ist, wurde Mitte der 1990er Jahre das erweiterte Akronym โ€žLGBTโ€œ oder seltener auch โ€žGLBTโ€œ รผblich und hat sich recht schnell bis zur heutigen oftmaligen Verwendung durch Vereine und Organisationen verbreitet, vor allem in den englischsprachigen Lรคndern, aber auch im deutschsprachigen Raum und in vielen anderen Lรคndern. Sogar im sonst sehr auf Sprachtreue Wert legenden Frankreich hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt. Die deutschsprachigen Pendants โ€žLSBTโ€œ oder โ€žSLBTโ€œ sind weniger verbreitet. Sprachenspezifische Akronyme gibt es dagegen in Esperanto (GLAT), Ungarisch (LMBT), Norwegisch (LHBT), Schwedisch (HBT), Spanisch aus Spanien, Katalanisch und Galizisch (LGTB)[6], Schottisch-Gรคlisch (LCDT) und Hebrรคisch (ืœื”ื˜ืดื‘, โ€žlahatabโ€œ, lhtb[7]). An die Schrift angepasste Varianten gibt es bei Kyrillisch (ะ›ะ“ะ‘ะข)[8].

Immer รถfter wird queer (โ€žseltsam, sonderbarโ€œ) als Synonym verwendet, insbesondere in Namen, da es ein Anglizismus, kein Kunstwort und nur eine Bezeichnung ist. Darunter wird prinzipiell alles von der Heteronormativitรคt Abweichende verstanden. Da es zum Modewort geworden ist, stecken aber vor allem bei kommerziellen Namensverwendungenย โ€“ im Gegensatz zu โ€žQueer-Studiesโ€œ-Universitรคtsinstituten und รคhnlichemย โ€“ oft nur Teilbereiche dahinter.

Im Jahr 2016 kam eine Online-Umfrage unter knapp 12.000ย Personen in der Europรคischen Union zu dem Ergebnis, dass sich in Deutschland 7,4ย % der Bevรถlkerung dem LGBT-Spektrum zuordnen. Bei den 9ย europรคischen Lรคndern mit statistisch signifikanten Ergebnissen belegte Deutschland damit den Spitzenplatz, vor Spanien (6,9ย %) und England (6,5ย %). Mit 1,5ย % ordneten sich in Ungarn die wenigsten Personen der LGBT-Community zu.[9][10]

Das deutsche Regenbogenportal des Bundesfamilienministeriums definiert โ€žLSBT, LSBTI, LSBTIQ, LSBTI*โ€œ im Jahr 2019 als: โ€žLSBTIQ oder รคhnliche Zusammensetzungen dienen als Abkรผrzung fรผr Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen.โ€œ[11]

Das Gender-Portal der Universitรคt Duisburg-Essen definiert im Jahr 2020 die Bezeichnung LSBTI* wie folgt: โ€žDer Sammelbegriff wird als politischer Begriff verwendet, um auf die Marginalisierung und Ausgrenzung bestimmter Begehrens- und geschlechtlicher Lebensformen aufmerksam zu machen und fรผr die gesellschaftliche Anerkennung zu kรคmpfen. LSBTI* zeigt vor allem den solidarischen Zusammenschluss verschiedener Gruppierungen an, die die Erfahrung von gesellschaftlicher, rechtlicher und politischer Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund ihres Geschlechts und/oder ihres Begehrens teilen.โ€œ[12]

Indikatoren zur LGBT-Situation weltweit

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Rechtliche Lage in Latein-Amerika (Infografik der Heinrich-Bรถll-Stiftung)

Ende 2019 verรถffentlichte die konservative Londoner Denkfabrik Legatum Institute zwei sogenannte โ€žsoziale Indikatorenโ€œ zur Situation von LGBT-Personen in 167ย Staaten als Teil ihres jรคhrlichen Wohlstandsindikators Legatum Prosperity Index (PI):[13][14]

  1. Wahrgenommene Toleranz von LGBT-Personen, gemรครŸ Gallup-Befragungen von 130.000 Personen weltweit: โ€žIst deine Stadt/Region ein guter Ort zum Wohnen fรผr schwule/lesbische Personen?โ€œ
  2. Rechte von LGBT-Personen, gemรครŸ Auswertungen der ILGA zur Legalitรคt von Homosexualitรคt (1), eingetragener Partnerschaft (2) und gleichgeschlechtlicher Ehe (3)

Der erste Indikator untersucht subjektive Eindrรผcke der befragten LGBT-Personen, der zweite das positive Recht in den betreffenden Staaten.

Die wahrgenommene Toleranz hat sich demnach in 111ย Staaten verbessert und stieg weltweit von rund 25ย % (2009) auf rund 33ย % (2019). Island liegt demnach auf Rangย 1 (92ย %), Tadschikistan โ€“ als Staat mit der niedrigsten Toleranz โ€“ liegt auf Rangย 167 (1ย %).[13]

Von den drei LGBT-Rechten haben 55ย Staaten keines, nur 26 haben alle, 12 haben zwei, 74 nur eines: gesetzlich erkennen sie Homosexualitรคt an (de jure), aber nicht immer im praktischen Leben (de facto).[13]

Die beiden Angaben gehรถren zu den insgesamt 27ย Indikatoren des Bereichs โ€žPersรถnliche Freiheitโ€œ (Personal Freedom), einer von 12ย Unterindizes des Prosperity Index und Teil des Bereichs โ€žInkludierende Gesellschaftenโ€œ (Inclusive Societies).

Die folgende Kurzliste zeigt die drei D-A-CH-Lรคnder im Vergleich zu anderen, die den jeweils ersten Rang belegen, zusammen mit ร„nderungen zu 2009, dem Unterindex zur persรถnlichen Freiheit (Lรคnderliste) und dem Gesamtergebnis des PI (Lรคnderliste):[15]

Staat (2019) LGBT-
Tole-
ranz
Rang
(+/โˆ’)
2009 LGBT-
Rech-
te
Rang
(+/โˆ’)
2009 Pers.
Frei-
heit
Rang
(+/โˆ’)
2009 PI
Islandย Island 92ย % 1 (+1)ย  82ย % 3 1 (+16) 1 89,05 6 (0)ย  88,67 80,72
Norwegenย Norwegen 90ย % 2 (+13) 61ย % 3 1 (0)ย  3 94,56 1 (+1) 90,75 83,64
Danemarkย Dรคnemark 88ย % 4 (+7)ย  65ย % 3 1 (+16) 1 92,88 2 (+2) 88,62 83,96
Schweizย Schweiz 79ย % 11 (+9) 56ย % 2 27 (โˆ’19) 2 85,98 12 (+3) 83,84 83,64
Finnlandย Finnland 79ย % 11 (+11) 54ย % 3 1 (+16) 1 90,76 3 (+7) 85,89 82,39
Deutschlandย Deutschland 73ย % 19 (+1) 56ย % 3 1 (+7) 2 85,26 13 (โˆ’2) 85,35 81,14
Osterreichย ร–sterreich 70ย % 22 (+19) 34ย % 3 1 (+16) 1 83,51 17 (+1) 79,95 80,26

ร„hnliche Abkรผrzungen

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FLINTA

Das Akronym FLTI* erklรคrte 2017 das LSBTIQ-Lexikon der Bundeszentrale fรผr politische Bildung: โ€žFLTI* steht als Abkรผrzung fรผr Frauen, Lesben, Trans*, Inter* und wird oft fรผr (Schutz-)Rรคume verwendet, zu denen Cis-Mรคnner keinen Zutritt haben. Der Asterisk* (das Sternchen โ€š*โ€˜) am Ende der Abkรผrzung dient als Platzhalter zur Inklusion (Einbeziehung) von allen nicht-binรคren Geschlechtsidentitรคten.โ€œ[16] Aus dieser Abkรผrzung entwickelte sich in der Folge FINTA (Frauen, Intergeschlechtliche, Nichtbinรคre, Transgender- und Agender-Personen),[17][18] SchlieรŸlich wurde vorne ein L fรผr Lesben ergรคnzt und ein Trans-Sternchen fรผr weitere Identitรคten angehรคngt: FLINTA*.[19] Anfang 2022 erklรคrt das Queer-Lexikon der Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel: โ€žDer Begriff FLINTA* wird oftmals verwendet, um deutlich zu machen, wer in bestimmten Rรคumen und bei bestimmten Veranstaltungen willkommen ist.โ€œ[20]

GSD

Die umfassendere Abkรผrzung GSD (Gender and Sexual Diversity โ€žGeschlechtliche und sexuelle Vielfaltโ€œ) wurde 2013 von Dominic Davies und Pamela Gawler-Wright als Alternative zu LGBT vorgeschlagen.[21] Die Abkรผrzung LGBT wรผrde viele verwandte Gruppen nicht enthalten. Statt die Abkรผrzung etwa mit LSBTTIQ immer weiter zu erweitern, soll GSD eine kurze, aber umfassendere Beschreibung ermรถglichen.[22]

Internationale Aktionstage

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Kritik

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Gruppenzugehรถrigkeit und Sprachverwendung

Das Gender-Portal der Universitรคt Duisburg-Essen stellt im Jahr 2020 fest, dass โ€žLSBTI*โ€œ als Bezeichnung umstritten sei, โ€žweil damit identitรคtspolitische Ansprรผche und Festlegungen einhergehen, die nicht von allen gewollt sind und der Pluralisierung der Lebens- und Begehrensformenโ€œ entgegenliefen.[38]

Die transgeschlechtliche Journalistin Katie Glover kritisierte 2015 etwa, dass die hรคufige Verwendung der Bezeichnung LGBT zum Vorurteil beitrage, dass Transgender-Personen lesbisch oder schwul seien. Tatsรคchlich aber kรถnnen Transgender-Menschen auch eine heterosexuelle Orientierung haben. Oft wird die Bezeichnung auch verwendet, wenn es nur um schwule Cisgender-Mรคnner und lesbische Cisgender-Frauen geht. Folglich gibt es die Forderung, das โ€žTโ€œ wieder von โ€žLGBโ€œ zu trennen, da Gender und Geschlechtsidentitรคt ein wesentlich anderes Thema sei als sexuelle Orientierung.[39] Auch einige intergeschlechtliche Personen sehen sich nicht mit einer sexualitรคtsbasierten LSB-Emanzipationsbewegung verbunden.[40][41] Einige Gruppen wie etwa die britische โ€žLGB Allianceโ€œ fordern aus transfeindlicher Motivation den Ausschluss von Transpersonen aus der LGBT-Gemeinschaft.[42][43][44] Die Gruppe โ€žGet the L outโ€œ (โ€žNimm das L rausโ€œ) kritisierte die laut der Gruppe โ€žfortschreitend anti-lesbische und misogynistische LGBT-Bewegungโ€œ, die von Mรคnnern dominiert werde, und behauptet, dass โ€žTransaktivismus Lesben ausradiertโ€œ.[45][46]

Teilweise wird bemรคngelt, dass โ€žLGBTโ€œ einige weitere von der gesellschaftlichen Norm abweichende Orientierungen nicht abbildet. Daher gibt es eine Vielzahl an alternativen Akronymen wie etwa โ€žLGBTQIA*โ€œ, wobei die Buchstaben โ€žQโ€œ fรผr โ€žqueerโ€œ oder โ€žquestioningโ€œ (englisch [die eigene sexuelle oder geschlechtliche Identitรคt] hinterfragend), โ€žIโ€œ fรผr โ€žintersexuellโ€œ, โ€žAโ€œ fรผr asexuell, aromantisch, Agender und/oder โ€žAlliesโ€œ (engl. Unterstรผtzende) sowie ein Pluszeichen oder Asterisk fรผr weitere Identitรคten stehen kรถnnen.[40][47][48] Die Erweiterung des Akronyms wird wiederum teilweise kritisiert, da eine unbeschrรคnkte Ausweitung der Gruppendefinition die Vertretung politischer Interessen unmรถglich mache.[47]

Siehe auch

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Lรคnder

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Literatur

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Commons: LGBTQย โ€“ Sammlung von Bildern
Wiktionary: LGBTย โ€“ Bedeutungserklรคrungen, Wortherkunft, Synonyme, รœbersetzungen

Lexika:

Vereinte Nationen:

Studien, Umfragen:

Dokumentation:

LGBT-Vereinigungen und -Vernetzungen:

Einzelnachweise

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  1. โ†‘ What the A in LGBTQIA+ Stands For. 21.ย Mai 2021, archiviert vom Original am 21.ย Mai 2021; abgerufen am 2.ย Juli 2023 (englisch).
  2. โ†‘ Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN): ICANN New gTLDs. Abgerufen am 20.ย Februar 2020 (englisch).
  3. โ†‘ Arn Sauer: LSBTIQ-Lexikon. Bundeszentrale fรผr politische Bildung, 27. Mรคrz 2017, abgerufen am 21. Februar 2022.
  4. โ†‘ Erwin J. Haeberle: Bisexualitรคten: Geschichte und Dimensionen eines modernen wissenschaftlichen Problems. In: Erwin J. Haeberle, R. Gindorf: Bisexualitรคten: Ideologie und Praxis des Sexualkontaktes mit beiden Geschlechtern. Gustav Fischer, Stuttgart 1994, S.ย 1โ€“39 (online auf sexarchive.info).
  5. โ†‘ Stanislawa Paulus: Identitรคt ausser Kontrolle: Handlungsfรคhigkeit und Identitรคtspolitik jenseits des autonomen Subjekts. Lit, Berlin u.ย a. 2001, ISBN 3-8258-4971-6, S.ย 85.
  6. โ†‘ LGTB, en mayรบsculas
  7. โ†‘ Von ืœืกื‘ื™ื•ืช (โ€ฒlessbijot) โ€šlesbischeโ€˜; ื”ื•ืžื•ืื™ื (โ€ฒhomoim) โ€šschwuleโ€˜; ื˜ืจื ืกื’'ื ื“ืจื™ื (transโ€ฒgenderim) โ€štransgenderโ€˜; ื‘ื™ืกืงืกื•ืืœื™ื (bisexuโ€ฒalim) โ€šbisexuelleโ€˜ [Menschen]. Die Gerschajim (ืด) vor dem letzten Buchstaben (von rechts nach links) markieren es als Akronym.
  8. โ†‘ Fรผr das kyrillische Alphabet (auch cyrillisch, zyrillisch) siehe auch Schriften in Europa: Das phรถnizische und das griechische Alphabet. (Memento vom 29. Mรคrz 2007 im Internet Archive) Stand: 2. Februar 2008, abgerufen am 2. Februar 2020.
  9. โ†‘ Charlotte Haunhorst: So queer ist Deutschland wirklich. In: Jetzt.de. 19.ย Oktober 2016, abgerufen am 13.ย Juli 2020.
  10. โ†‘ Fred Deveaux, Dalia Research: Counting the LGBT population: 6% of Europeans identify as LGBT. (Memento vom 14. Juli 2020 im Internet Archive) In: DaliaResearch.com/blog. 18. Oktober 2016, abgerufen am 13. Juli 2020 (englisch).
  11. โ†‘ Regenbogenportal: LSBT, LSBTI, LSBTIQ, LSBTI*. Bundesministerium fรผr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Mai 2019, abgerufen am 30. Oktober 2020.
  12. โ†‘ Universitรคt Duisburg-Essen: Gender-Portal: Was bedeutet Gender? In: Uni-Due.de/Genderportal. 5. August 2020, abgerufen am 21. Februar 2022.
  13. โ†‘ a b c Sonia Elks: Tolerance towards LGBT+ people seen rising globally. In: Reuters.com. 25. November 2019, abgerufen am 28. Januar 2020 (englisch).
  14. โ†‘ Legatum Institute: The Legatum Prosperity Index 2019ย โ€“ Methodology Report. London, November 2019, S. 49: LGBT Rights, und S. 50: Perceived tolerance of LGBT individuals (englisch; PDF: 2ย MB, 97ย Seiten auf prosperity.com); Zitat S. 50: โ€žIs your city/area a good place to live for gay/lesbian people?โ€œ
  15. โ†‘ Legatum Institute: The Legatum Prosperity Index 2019ย โ€“ A tool for transformation. London, November 2019, S. 14โ€“16: Tabelle (englisch; PDF: 31,3ย MB, 92ย Seiten auf prosperity.com).
    Ebenda, jeweils auf S. 4 (einzelne PDF: 1,2ย MB, 15ย Seiten): Deutschland, ร–sterreich, Schweiz, Dรคnemark, Norwegen, Finnland, Island (englisch; Lรคnderauswahl).
    Sรคmtliche Indizes und 294 Indikatorwerte: XLSX-Tabelle: 12ย MB (englisch).
    Legatum Prosperity Index: Offizielle Website โ€“ Interaktiver Indexanzeiger (PI mit 12ย Unterindizes) โ€“ Downloadรผbersicht (englisch).
  16. โ†‘ LSBTIQ-Lexikon: FLTI*. Bundeszentrale fรผr politische Bildung, 27. Mรคrz 2017, abgerufen am 4. Mรคrz 2022 (erstellt von Arn Sauer, Politologe und Mitarbeiter fรผr Gender-Mainstreaming am deutschen Umweltbundesamt).
  17. โ†‘ @1@2Vorlage:Toter Link/wiki.fridaysforfuture.isFINTA* (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mรคrz 2026. Suche im Internet Archive )
  18. โ†‘ Queer-Lexikon: FINTA. In: Queer-Lexikon.net. 30.ย Mai 2020, abgerufen am 17.ย Oktober 2021.
  19. โ†‘ Kritische Mรคnnlichkeit: FLINT / LGBTIQA /ย * usw. In: Kritische-Maennlichkeit.de. 2021, abgerufen am 17.ย Oktober 2021.
  20. โ†‘ Jasmin Ehbauer: Das Queer-Lexikon: Was bedeutet FLINTA*? In: Der Tagesspiegel. 3. Mรคrz 2022, abgerufen am 4. Mรคrz 2022.
  21. โ†‘ Les Fabian Brathwaite: The Name Game: Therapists Argue To Replace โ€œLGBTโ€ With More Inclusive โ€œGSDโ€. In: Queerty.com. 23. Februar 2013, abgerufen am 2. Februar 2020 (englisch).
  22. โ†‘ Video von Evan Edinger: Asexual Denial and Bisexual Erasure auf YouTube, 15.ย Juni 2017, abgerufen am 2.ย Februar 2020 (12:07ย Minuten; zur Frage โ€žGSDโ€œ ab Minute 3:24).
  23. โ†‘ Queerer Kalender: Transgender Day of Visibility. In: Queer-Lexikon.net. Aktualisiert: 19. Dezember 2019, abgerufen am 19. Juli 2022.
  24. โ†‘ Anna Siegel: Anti-Diskriminierung: Nรผrnberger Grรผne fordern Badetag nur fรผr Trans*- und Intergender-Menschen. In: inFranken.de. 7. Juli 2020, abgerufen am 19. Juli 2022; Zitat: โ€žDie Aktion soll zum International Trans*gender Day of Visibility am 31. Mรคrz 2021 startenโ€œ.
  25. โ†‘ Ashlee C. Fowlkes: Transgender Day Of Visibility: Honoring The Visible And The Invisible. In: Forbes.com. 31. Mรคrz 2019, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  26. โ†‘ International IDAHO Committee: Offizielle Website. Abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch; entstanden aus dem franzรถsischen Zweig, aktueller Titel International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia).
  27. โ†‘ Regenbogenportal: International Non-Binary Peopleโ€™s Day. Bundesministerium fรผr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Juni 2021, abgerufen am 19. Juli 2022.
  28. โ†‘ Meldung: Solidaritรคt mit nicht-binรคren Menschen. In: MetropolJournal.com. 13. Juli 2021, abgerufen am 19. Juli 2022.
  29. โ†‘ Coming Out Day e.ย V.: Offizielle Website. Abgerufen am 19. Juli 2022.
  30. โ†‘ Fragen & Antworten: Common Questions: What is International Pronouns Day? In: Pronounsday.org. Abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  31. โ†‘ Neil McDonald: Happy International Pronouns Day! Thereโ€™s a lot of discussion in the media and online recently about the use of gender pronouns. In: Stonewall.org.uk. 21. Oktober 2020, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  32. โ†‘ Dennis Baron: International Pronouns Day. In: Blogs.Illinois.edu. 9. Oktober 2018, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch; Forscher).
  33. โ†‘ Inga Hofmann: Demo zum Intersex Awareness Day: Fรผr mehr Sichtbarkeit von inter Menschen. In: Tagesspiegel.de. 23. Oktober 2020, abgerufen am 19. Juli 2022.
  34. โ†‘ Lexikoneintrag: Intersex Day of Remembrance. In: Queer-Lexikon.net. 10. November 2019, abgerufen am 19. Juli 2022.
  35. โ†‘ Nicole Schuchter: HOSI Salzburg: Intersexualitรคt sichtbar machen. In: Salzburg24.at. 10. Oktober 2013, abgerufen am 19. Juli 2022 (HOSI = Homosexuelle Initiative).
  36. โ†‘ Melina Seiler: Transgeschlechtliche Menschen erleben viel Diskriminierung. In: Bayerischer Rundfunk. 20. November 2021, abgerufen am 19. Juli 2022.
  37. โ†‘ Gwendolyn Ann Smith: The Blog โ€“ Transgender Day of Remembrance: Rita Hester and Beyond. In: Huffington Post. 20. November 2013, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  38. โ†‘ Universitรคt Duisburg-Essen: Was bedeutet Gender? In: Uni-Due.de/Genderportal. 5. August 2020, abgerufen am 7. November 2021
  39. โ†‘ Katie Glover: Why itโ€™s time to take the T out of LGBT. In: The Independent. 10. September 2015, abgerufen am 7. November 2021 (englisch).
  40. โ†‘ a b Bundeszentrale fรผr politische Bildung: LSBTIQ / LGBTIQ | Geschlechtliche Vielfalt - trans*. Abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026.
  41. โ†‘ Das Queer-Lexikon: Wofรผr steht LGBTI? In: Der Tagesspiegel Online. ISSNย 1865-2263 (Online [abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026]).
  42. โ†‘ LGBT Groups Respond to Petition Asking to 'Drop the T' | Advocate.com. Abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026 (englisch).
  43. โ†‘ Sade Strehlke: Why More Than 1,000 People Have Signed a Petition to Drop the "T" From LGBT. 9.ย November 2015, abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026 (amerikanisches Englisch).
  44. โ†‘ Sally Hines: Hands towards the right: UK genderโ€“critical feminism and right-wing coalitions. In: Journal of Gender Studies. 34. Jahrgang, Nr.ย 5, 2025, S.ย 699โ€“715, doi:10.1080/09589236.2025.2468805 (englisch).
  45. โ†‘ Insight: How splits are emerging in LGBT movement over gender issues. (englisch, Online [abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026]).
  46. โ†‘ โ€˜Pro-lesbianโ€™ or โ€˜trans-exclusionaryโ€™? Old animosities boil into public view. 14.ย Januar 2019, abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026 (englisch).
  47. โ†‘ a b Das Queer-Lexikon: Wofรผr steht LGBTI? In: Der Tagesspiegel Online. ISSNย 1865-2263 (Online [abgerufen am 30.ย Mรคrz 2026]).
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