| St. Louis | ||
|---|---|---|
| Spitzname: The Gateway City, Mound City | ||
| Lage in Missouri | ||
|
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| Basisdaten | ||
| Grรผndung: | 15. Februar 1764 | |
| Staat: | Vereinigte Staaten | |
| Bundesstaat: | Missouri | |
| County: | Kreisfreie Stadt | |
| Koordinaten: | 38ยฐย 38โฒย N, 90ยฐย 12โฒย W | |
| Zeitzone: | Central (UTCโ6/โ5) | |
| Einwohner: โย Metropolregion: |
301.578 (Stand:ย 2020) 2.820.253 (Stand:ย 2020) | |
| Haushalte: | 143.566 (Stand:ย 2020) | |
| Flรคche: | 171,3ย km2ย (ca.ย 66ย miยฒ) davon 160,4ย km2ย (ca.ย 62ย miยฒ) Land | |
| Bevรถlkerungsdichte: | 1.880 Einwohner je km2 | |
| Hรถhe: | 138,7ย m | |
| Postleitzahlen: | 63101โ63199 | |
| Vorwahl: | +1 314 | |
| FIPS: | 29-65000 | |
| GNIS-ID: | 767557 | |
| Website: | stlouis.missouri.org | |
| Bรผrgermeisterin: | Tishaura Jones[1][2][2] | |




St. Louis (ausgeschrieben Saint Louis) [] ist eine Groรstadt im US-Bundesstaat Missouri am westlichen Ufer des Mississippi an der Grenze zum Nachbarstaat Illinois. Sie hat 301.587[3] Einwohner (Volkszรคhlung 2020).
Die Stadt ist auch als The Gateway City bekannt, angelehnt an ihre Bedeutung als Tor in den Westen wรคhrend der Urbarmachung und Entwicklung des amerikanischen Westens. Gegrรผndet von franzรถsischen Hรคndlern im Jahre 1764, welche die neue Siedlung nach Kรถnig Ludwig IX. benannten, wuchs St. Louis schnell zu einem der wichtigsten Handelsplรคtze am Mississippi heran und war hinter New Orleans die zweitgrรถรte Stadt im Louisiana-Territorium. Als dieses 1804 von den Vereinigten Staaten erworben wurde, wurden diese grรถรtenteils noch vรถllig unbekannten Gebiete von St. Louis aus erkundet (Lewis-und-Clark-Expedition).
Fast die gesamte weitere Erschlieรung des Westens wurde von hier aus organisiert, wodurch sich St. Louis im Laufe des 19. Jahrhunderts zur Boomtown entwickelte. Besonders die Eisenbahn spielte dabei eine groรe Rolle. Durch das groรe Wachstum der von der Industrie geprรคgten Stadt war St. Louis von den 1860er bis in die 1920er Jahre hinein die viertgrรถรte Stadt der USA. 1904 wurde sie die erste Stadt auรerhalb Europas, die die Olympischen Sommerspiele austrug.
Seit dem Zweiten Weltkrieg geht die Einwohnerzahl stetig zurรผck und der einstige Ruhm der Stadt verblasste mit der Zeit. 2006 fรผhrte St. Louis die Liste der gefรคhrlichsten Stรคdte der Vereinigten Staaten an, weil man nur die Zahlen fรผr die Innenstadt und nicht auch die Zahlen fรผr die gesamte Metro Area berรผcksichtigt hatte.[4] Von 2014 bis 2016[5] fรผhrte St. Louis erneut die Liste der Stรคdte mit den meisten Tรถtungsdelikten in den USA an. Im weltweiten Vergleich liegt St. Louis damit auf Platz 15 (2015). In der Statistik waren noch Baltimore, Detroit und New Orleans als gefรคhrlichste Stรคdte der Vereinigten Staaten angegeben.[6]
St. Louis ist heute neben Kansas City das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Missouris und Sitz einiger der wichtigsten Hochschulen des Bundesstaats, wie der Washington University, der Saint Louis University und der University of Missouri-St. Louis.
In der Metropolregion Greater St. Louis leben heute insgesamt 2,8 Millionen Einwohner. Die Region ist damit die grรถรte Missouris und der achtzehntgrรถรte Ballungsraum der Vereinigten Staaten (Stand 2010). Das Stadtgebiet gehรถrt jedoch nicht zum St.ย Louis County, in dem 998.954 Menschen wohnen und der die meisten Vorstรคdte umfasst. St. Louis selbst ist seit ihrer Grรผndung eine Independent City, also eine kreisfreie Stadt.
Geschichte
BearbeitenVor-Kolonialzeit
BearbeitenEtwa zehn Kilometer รถstlich der heutigen Innenstadt lag, am damaligen Lauf des Mississippi, die grรถรte Stadt des vorkolumbischen Nordamerikas: Die wohl im 7.ย Jahrhundert gegrรผndete Stadt Cahokia, ein Zentrum der Mississippi-Kultur, erreichte im 12.ย Jahrhundert eine Einwohnerzahl, fรผr die die Schรคtzungen von etwa 8000 bis hin zu 40.000 reichen. Damit war Cahokia die grรถรte Stadt nรถrdlich des heutigen Mexiko, erst um 1800 erreichte Philadelphia eine solche Einwohnerzahl. Die Stadt war berรผhmt fรผr ihre Erdpyramiden (Mounds), รคhnlich denen der mittelamerikanischen Hochkulturen; die grรถรte erhaltene, Monks Mound, hat grรถรere Seitenlรคngen als die Pyramiden von Gizeh. Die Stadt wurde um 1400 aus unbekannten Grรผnden von ihren Bewohnern aufgegeben. Als die ersten Europรคer das Gebiet im 17.ย Jahrhundert erreichten, fanden sie den Siedlungsplatz verlassen vor. Das Gelรคnde von Cahokia gehรถrt seit 1982 zum UNESCO-Welterbe.
18. Jahrhundert: Kolonialisierung, Stadtgrรผndung
BearbeitenDer franzรถsische Hรคndler Pierre Laclรจde Liguest[7] und sein aus New Orleans stammender Stiefsohn Auguste Chouteau grรผndeten Saint Louis 1763 als einen Handelsposten. Die eigentliche Stadtgrรผndung fand am 15.ย Februar 1764 statt. Nach dem French and Indian War (1754โ1763) war St. Louis unter spanischer Kontrolle, wurde jedochย โ zusammen mit dem Rest von Louisianaย โ im Napoleonischen Krieg an Frankreich zurรผckgegeben.
19. Jahrhundert: Teil der Vereinigten Staaten ab 1803
BearbeitenDie Vereinigten Staaten erwarben die Stadt im Jahre 1803 unter Prรคsident Thomas Jefferson im Rahmen des Louisiana Purchase. Spรคter wurde Saint Louis der Ausgangspunkt vieler Expeditionen in den Westen wie der Lewis-und-Clark-Expedition sowie fรผr Felljรคger. Auch viele Siedler starteten von St. Louis gen Westen.
Im Sezessionskrieg wurde der Ort 1861 zum Schauplatz des Camp-Jackson-Massakers. Zu dieser Zeit hatte sich St. Louis mit einer Einwohnerzahl von 310.000 nach New York City, Brooklyn (damals noch selbststรคndig) und Philadelphia an die vierte Stelle der US-Stรคdte gesetzt. Chicago konnte allerdings nachweisen, dass St. Louis 90.000 Einwohner hinzugerechnet hatte, die nicht im engeren Stadtgebiet wohnten. Noch um die Wende zum 20.ย Jahrhundert wurde der Gateway City aufgrund ihrer gรผnstigen Lage als Tor zum Westen eine glรคnzende Zukunft vorausgesagt.
Im 19. Jahrhundert hatte ein starker Zuzug deutscher Einwanderer nach Saint Louis eingesetzt. Der deutsche Anteil an der Bevรถlkerung von St. Louis betrug 1860 ca. 60.000 von etwa 170.000 Einwohnern. Die Groรbrauerei Anheuser-Busch wurde 1870 von Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach und seinem Schwiegersohn Adolphus Busch aus Mainz-Kastel gegrรผndet. Fรผr die deutsche katholische Gemeinde wurde zwischen 1895 und 1908 die Kirche St. Frances de Sales nach Entwรผrfen des Berliner Architekten Engelbert Seibertz errichtet.
Der St. Louis Place Park wurde am 13.ย November 1898 nach vorhergehenden dreitรคgigen Festivitรคten mit einer Kopie der von Ernst Rau 1876 geschaffenen Schillerstatue aus Marbach am Neckar geschmรผckt. Diese Stiftung erfolgte durch den Braumeister Col. Charles Stifel. Die Schillerstatue wurde spรคter an die Memorial Plaza nahe dem Rathaus gebracht, wo sie noch heute steht.[8]
20. Jahrhundert: Blรผtezeit bis 1950, dann Niedergang
Bearbeiten1904 war St. Louis sowohl Gastgeber der Olympischen Spiele als auch der Louisiana Purchase Exposition, der vom 30.ย April bis 1.ย Dezember dauernden Weltausstellung.
Die grรถรte Bevรถlkerungszahl erreichte St. Louis in der Volkszรคhlung von 1950 mit 856.796. Seitdem nimmt die Bevรถlkerung kontinuierlich ab. Der Fortzug aus der Innenstadt in das Umland macht sich besonders in dem Gebiet um St. Louis Place Park und um die ehemals mondรคne St. Louis Avenue, auf der 1875 schon Pferdebahnen liefen, bemerkbar. Vollstรคndige historische Hรคuserblocks wurden dort seit den 1950er Jahren abgebrochen oder zeugen, grรถรtenteils als verwahrloste Ruinen, von der einstigen schmucken Pracht dieses seit den 1880er Jahren aufstrebenden Viertels, das besonders bei den deutschen Zuwanderern beliebt war. Hier gab es deutsche Gemeinden aller Konfessionen und Schulen, in denen auf Deutsch unterrichtet wurde.
21. Jahrhundert
BearbeitenAuch 2010 hatte St. Louis mit 319.294 Einwohnern noch nicht seinen Bevรถlkerungstiefpunkt erreicht; die Bevรถlkerung schrumpft weiterhin. Jeder fรผnfte Einwohner lebt in Armut.[9] Die St. Louis Metropolitan Police Department hat die hรถchste Rate an Tรถtungen durch die Polizei pro Kopf der 100 grรถรten Polizeidienststellen im Bundesgebiet.[10] Das Stadtgebiet ist, verglichen mit sich gut entwickelnden Vorstadtgemeinden, wenig einladend fรผr Wohnzwecke.
Im Osten am Mississippiufer zieht sich รผber rund 15 Kilometer die Industrie- und Gewerbezone hin, nur unterbrochen durch den Jefferson Memorial Park mit dem Gateway Arch. Das zum groรen Teil heruntergewirtschaftete Gebiet verschlieรt Bรผrgern den Zugang zum Flussufer. Die Innenstadt ist mittig durchzogen von Eisenbahnen und Hochstraรen und besetzt mit Sportstรคtten, Einkaufszentren und riesigen Parkplรคtzen. In innenstadtnahen Wohngebieten im Norden und Sรผden wurden verlassene Hausgrundstรผcke zum Teil abgerรคumt und zu kleinen Grรผnflรคchen umgewandelt, so dass sich die Stadt heute rรผhmen kann, รผber 1000 Parks vorzuweisen.
Flagge
BearbeitenDie Flagge von St. Louis wurde von Theodore Sizer (Yale University) entwickelt und 1964 offiziell eingefรผhrt. Sie symbolisiert den Zusammenfluss der Flรผsse Mississippi und Missouri in der Nรคhe von St. Louis. Der Schnittpunkt der blauen Linien fรคllt unter eine franzรถsische Lilie (fleur-de-lis), die das franzรถsische Erbe der Stadt symbolisiert. In einer im Jahr 2004 durchgefรผhrten Umfrage auf der Website der North American Vexillological Association belegte die Flagge den fรผnften Platz unter den amerikanischen Stadtflaggen.[11]
Demografie
BearbeitenDie Bevรถlkerung bestand laut dem Zensus von 2010 zu 42,2 Prozent aus Weiรen und zu 47,1 Prozent aus Afroamerikanern; 2,9 Prozent waren asiatischer Herkunft. 3,5 Prozent der Bevรถlkerung waren Hispanics. St. Louis zรคhlt somit zu den amerikanischen Stรคdten, in denen Afroamerikaner die grรถรte Bevรถlkerungsgruppe bilden. Der Median des Einkommens je Haushalt lag 2015 bei 35.599 US-Dollar. 25,5 Prozent der Bevรถlkerung lebten unterhalb der Armutsgrenze.[12]
Einwohnerentwicklung
BearbeitenDie Einwohnerzahl von St. Louis geht seit den 1950er Jahren zurรผck, da kontinuierlich Menschen in die Vorstรคdte ziehen. In der Metropolregion Greater St. Louis wurden insgesamt 2.845.298 Einwohner gezรคhlt. In Missouri ist die Bevรถlkerungszahl von 3.954.653 im Jahr 1950 bis auf 5.988.927 im Jahr 2010 gestiegen. Die Bevรถlkerungszahl von St. Louis ist weiterhin rรผcklรคufig. Fรผr 2011 wurde sie auf 318.069 Einwohner geschรคtzt.[13] Daher kommt der Metropolregion die weitaus grรถรere Bedeutung zu, dort ist auch weiterhin ein leichtes Bevรถlkerungswachstum zu verzeichnen.[14]
| Jahr | Einwohnerยน |
|---|---|
| 1810 | 1.600 |
| 1850 | 77.860 |
| 1900 | 575.238 |
| 1920 | 772.897 |
| 1950 | 856.796 |
| 1970 | 622.236 |
| 1980 | 452.801 |
| 1990 | 396.685 |
| 2000 | 348.189 |
| 2010 | 319.294 |
| 2020 | 301.578 |
ยน1810โ2020: Volkszรคhlungsergebnisse
Historische Objekte
BearbeitenIn St. Louis befindet sich der Gateway Arch National Park, der mit Abstand kleinste Nationalpark der Vereinigten Staaten. Des Weiteren liegt in der Stadt eine National Historic Site, und zwar die Ulysses S. Grant National Historic Site. 15 Orte haben den Status einer National Historic Landmark.[15]
Atommรผllentsorgung
BearbeitenDer Uranbrennstoff fรผr Enrico Fermis Versuchsreaktor Chicago Pile-1 wurde aus Uranerz durch die Firma G. Mallinckrodt & Co in St. Louis hergestellt. Der dabei entstandene radioaktive Abfall lagert auf einer dortigen Deponie. Es gibt bis heute Proteste von Anwohnern gegen diese von dem Entsorgungsunternehmen Republic Services betriebene Deponie, da in der Umgebung eine erhรถhte Krebsrate zu verzeichnen ist.[16]
Wirtschaft und Verkehr
Bearbeiten
Die Metropolregion von St. Louis erbrachte 2016 ein Bruttoinlandsprodukt von 159,9 Milliarden US-Dollar und belegte damit Platz 22 unter den Groรrรคumen der USA.[17] Die Arbeitslosenrate in St. Louis betrug 3,3 Prozent und lag damit unter dem nationalen Durchschnitt von 3,8 Prozent (Stand: Mรคrz 2018).[18]
In einer Rangliste der Stรคdte nach ihrer Lebensqualitรคt belegte St. Louis im Jahre 2018 den 70. Platz unter 231 untersuchten Stรคdten weltweit. In den USA hatte nur Detroit eine schlechtere Platzierung.[19]
Wasserweg/Gรผterumschlag
BearbeitenIm 20. Jahrhundert war St. Louis, aufgrund der Lage am Mississippi River und Missouri River sowie des Eisenbahnknotenbereichs ein bedeutender Handelsplatz und die fรผnftgrรถรte Lagerstรคtte der Vereinigten Staaten.
Luftverkehr
BearbeitenSt. Louis hat zwei Flughรคfen, den internationalen Flughafen Lambert-Saint Louis International Airport, neben dem sich die Werke der frรผheren Firma McDonnell Douglas befanden, sowie den kleineren Regionalflughafen MidAmerica St. Louis Airport. Der Lambert International Airport war Sitz und Drehkreuz der Fluggesellschaft Trans World Airlines (TWA). Der MidAmerica Airport wurde ursprรผnglich gebaut, um den Hauptflughafen zu entlasten. TWA wurde jedoch nach ihrer Insolvenz im April 2001 von American Airlines aufgekauft und bald darauf die Funktion des Drehkreuzes nach Chicago verlegt. Infolgedessen gingen die Passagierzahlen dort jedoch deutlich zurรผck, so dass es fรผr einen weiteren Flughafen wenig Bedarf gab. Der MidAmerican Airport erreichte lange Zeit nur wenige zehntausend Passagiere pro Jahr.[20] Zuletzt stiegen die Passagierzahlen jedoch auf 157.000 im Jahr 2016 an. Einzige dort agierende Fluggesellschaft ist Allegiant Air.
Schienenverkehr
BearbeitenDie Stadt wird auch von Amtrak angefahren, mit mehreren Zugverbindungen tรคglich nach Chicago und Kansas City, sowie tรคglich nach Dallas und San Antonio in Texas. Drei Mal wรถchentlich werden Kurswagen weiter bis Los Angeles gefรผhrt.
Straรenverkehr
BearbeitenSt. Louis liegt an der Strecke der frรผher sehr wichtigen Route 66 von Chicago nach Los Angeles. Diese Straรe wird auch in dem Blues-Titel (Get Your Kicks On) Route 66 besungen.
Heute wird die Stadt von den Autobahnen I-44, I-55, I-64 und I-70 bedient.
Stadtbahn
BearbeitenEine im Jahr 1993 erรถffnete Stadtbahn durchquert die Stadt mit zwei Linien in West-Ost-Richtung.
Sport
Bearbeiten- Baseball: St. Louis Cardinals, ein Team der Major League Baseball (National League). Sie tragen ihre Heimspiele im 2006 neu erbauten Busch Stadium aus.
- Eishockey: St. Louis Blues, ein Team der NHL. Ihre Heimspiele bestreiten sie im Enterprise Center (ehemals Savvis Center, Kiel Center, Scottrade Center).
- American Football: Von 1960 bis 1987 spielten die St. Louis Cardinals in St. Louis. Nachdem diese 1987 nach Phoenix weitergezogen waren, spielten sieben Jahre lang keine Mannschaften der NFL in der Stadt. 1995 zogen die damaligen Los Angeles Rams in die Stadt und spielten von dort an als St. Louis Rams im Edward Jones Dome. Zur Saison 2016 zogen die Rams wieder nach Los Angeles um.
- Basketball: St. Louis hat kein Team in der Basketball-Liga NBA. Von 1955 bis 1968 spielten die St. Louis Hawks in der Stadt, bevor sie an ihren heutigen Standort nach Atlanta weiterzogen. In den Jahren 1974 bis 1976 trugen die Spirits of St. Louis aus der NBA-Konkurrenzliga American Basketball Association (ABA) ihre Heimspiele in St. Louis aus. Mit der Fusion der ABA mit der NBA wurde das Team aufgelรถst.
- Fuรball: St. Louis City SC. Das Team der Major League Soccer (Western Conference) startete zur Saison 2023. Sie tragen ihre Heimspiele im neu erbauten Citypark aus.
- Olympische Spiele: Im Jahr 1904 war St. Louis Austragungsort der Olympischen Sommerspiele.
Sehenswรผrdigkeiten
Bearbeiten- Das Wahrzeichen der Stadt ist der Gateway Arch, ein 192ย m groรer Bogen, der von Eero Saarinen gestaltet wurde.[21]
- Open-Air Musical-Theater โThe Munyโ[22]
- St. Louis Science Center
- St. Louis Art Museum
- Mildred Lane Kemper Art Museum
- St. Louis City Museum
- Missouri Botanical Garden
- Bayer Insectarium (Schmetterlingshaus) im St. Louis Zoo
- St. Louis Union Station (der ehemalige Hauptbahnhof) dient heute als Einkaufszentrum.
- Lacledeโs Landing (historisches Viertel mit Ziegelsteinstrassen und viele Kneipen, Restaurants etc.)
- Old Courthouse (Stรคtte des Dred Scott v. Sandford Prozesses)
- Basilika St. Louis (Alte Kathedrale)
- Kathedralbasilika St. Louis (neue rรถmisch-katholische Kathedrale des Erzbistums St. Louis)
- The New Masonic Temple Monumentaler Freimaurertempel in Midtown Saint Louis
- โNaked Truthโ โ Denkmal der Deutschamerikaner Carl Schurz, Emil Preetorius und Carl Daenzer, die als Publizisten in St. Louis tรคtig waren (Skulptur von Wilhelm Wandschneider)
- Cahokia Mounds Erdpyramiden der grรถรten prรคkolumbischen Stadt nรถrdlich von Mexiko; seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe
- Der Forest Park und das dazugehรถrige Ausstellungsgelรคnde der Weltausstellung von 1904.
- Scott Joplin House State Historic Site โ Wirkungsstรคtte des Ragtime-Komponisten Scott Joplin
- St. Louis Zoo
Musikkultur
BearbeitenSaint Louis ist Heimat des 1880 gegrรผndeten Saint Louis Symphony Orchesters, das im Laufe seiner Geschichte mit sechs Grammy-Awards ausgezeichnet und insgesamt 56 Mal fรผr diesen nominiert wurde. Das Opera Theatre of Saint Louis wird seit 1976 veranstaltet.
Hier wuchsen Josephine Baker und die Jazzmusiker Clark Terry, Miles Davis, Oliver Nelson und Grant Green auf.
Der Rock-โnโ-Roll-Pionier Chuck Berry kommt aus Saint Louis. 1958 begann dort die Gesangskarriere von Tina Turner in der Band Kings of Rhythm des in East St. Louis ansรคssigen Ike Turner.[23]
In den 1990er Jahren wurden Country-Sรคnger bekannt wie Uncle Tupelo und The Bottle Rockets. Damals machte der Aufstieg des Rappers Nelly (2000), der Saint Lunatics, Murphy Lees, Chingys, J-Kwons und Ebony Eyezs Saint Louis zu einem der Weltzentren von Rap und Hip-Hop. Die Stadt wird deshalb oft im Zusammenhang mit New York City, Atlanta, Los Angeles und Detroit erwรคhnt.
Aus St. Louis stammt der in Kanada lebende weiรe Schauspieler und Musiker Jim Byrnes, der durch seine Rolle als Joe Dawson in der Fernsehserie Highlander und seine durch Gospel und Blues geprรคgte Musik (House of Refuge, 2007) bekannt geworden ist, ebenso die Musiker der Prog-Metal-Band Anacrusis sowie Dylan Brady, Ravenna Golden und Lewis Grant, die experimentellen Hip-Hop machen.
Persรถnlichkeiten
BearbeitenStรคdtepartnerschaften
BearbeitenSt. Louis, Missouri hat 16 Partnerstรคdte[24]
| Stadt | Land | seit |
|---|---|---|
| Bogor |
2004 | |
| Bologna |
1987 | |
| Brฤko | 2008 | |
| Donegal |
1994 | |
| Galway |
1977 | |
| Georgetown | 1990 | |
| Lyon |
1976 | |
| Nanjing | 1979 | |
| Rosario |
2017 | |
| Saint-Louis | 1994 | |
| Samara |
1992 | |
| San Luis Potosรญ |
||
| Stettin |
1992 | |
| Stuttgart |
1960 | |
| Suwa |
1974 | |
| Wuhan | 1994 |
Klimatabelle
Bearbeiten| St. Louis, Missouri | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlรคge fรผr St. Louis, Missouri
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Siehe auch
Bearbeiten- Olympische Sommerspiele 1904 in St. Louis
- Greater St. Louis
- Metro-East
- Pruitt-Igoe
- Liste der Eintrรคge im National Register of Historic Places in St. Louis
Literatur
Bearbeiten- Patricia Cleary: The World, the Flesh, and the Devil: A History of Colonial St. Louis. University of Missouri Press, Columbia 2011, ISBN 978-0-8262-1913-8.
- Jonathan Franzens Roman The Twenty-Seventh City (1988) behandelt den Niedergang der Stadt St. Louis im 20. Jahrhundert. Sein Bestseller The Corrections (2001) hat auch teilweise St. Louis (im Roman โSt Judeโ genannt) zum Schauplatz.
- St. Louis. In: Die Gartenlaube. 1854, S.ย 10โ11 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
Bearbeiten- St. Louis City Government
- Explore St. Louis (Touristik-Auskunft)
- Lasting Impressions: German-Americans in St. Louis
- St. Louiser deutsche Vereine
- St. Louis County Government
- Pictorial St.Louis groรes Stadtpanorama von 1875
Einzelnachweise
Bearbeiten- โ Tishaura Jones. (abgerufen am 6.ย Januar 2023).
- โ a b In: Ballotpedia.
- โ US Census Bureau: Search Results Total Population in St. Louis city, Missouri. Abgerufen am 28.ย Dezember 2023 (amerikanisches Englisch).
- โ MorganQuitno: Sicherste und gefรคhrlichste Stรคdte der Vereinigten Staaten ( vom 29. Januar 2012 auf WebCite)
- โ Millennials really like St Louis. In: The Economist. ISSNย 0013-0613 (economist.com [abgerufen am 26.ย Mai 2022]).
- โ NGO CCSP-JP aus Mexiko: Die 50 gefรคhrlichsten Stรคdte der Welt
- โ Liguest, Pierre Laclede ( vom 3. November 2013 im Internet Archive) In: Kansas A Cyclopedia of State History. Bd. II; Chicago 1912
- โ Friedrich Schiller (1759-1805) Statue. Abgerufen am 28.ย Juli 2020.
- โ https://www.missionstl.org/2020report
- โ https://news.stlpublicradio.org/law-order/2021-01-18/report-shows-st-louis-police-led-the-nation-in-killings
- โ "Washington, D.C. Tops American City Flags Survey" ( vom 23. August 2011 auf WebCite), North American Vexillological Association press release, 2. Oktober 2004
- โ US Census Bureau: Search Results. Abgerufen am 8.ย November 2017 (amerikanisches Englisch).
- โ Quickfacts: St. Louis (Englisch) ( vom 12. September 2013 im Internet Archive)
- โ Quickfacts: Missouri (Englisch) ( vom 14. August 2005 im Internet Archive)
- โ Listing of National Historic Landmarks by State: Missouri. National Park Service, abgerufen am 5. Februar 2018.
- โ Wo die USA die Reste der Bombe vergraben haben, Der Standard, 27. Oktober 2017
- โ US Department of Commerce, BEA, Bureau of Economic Analysis: Bureau of Economic Analysis. Abgerufen am 4.ย Juli 2018 (amerikanisches Englisch).
- โ St. Louis, MO-IL Economy at a Glance. Abgerufen am 5.ย Juli 2018.
- โ Mercer's 2018 Quality of Living Rankings. Abgerufen am 18.ย August 2018 (englisch).
- โ https://www.transtats.bts.gov/airports.asp?pn=1&Airport=BLV&Airport_Name=Belleville,%20IL:%20Scott%20AFB/MidAmerica&carrier=FACTS
- โ Homepage. Abgerufen am 26.ย Mai 2022 (englisch).
- โ The Muny โ America's Oldest and Largest Outdoor Musical Theatre. Abgerufen am 26.ย Mai 2022 (amerikanisches Englisch).
- โ Charles Farley: Soul of the Man. Bobby โBlueโ Bland. University Press of Mississippi, Jackson 2011, ISBN 978-1-60473-919-0, S.ย 250 (englisch).
- โ St Louis Sister Cities Program ว World Trade Center St Louis. Abgerufen am 8.ย Mai 2021.












