Bรฉla Bartรณk (1927)
Bronzestandbild an der Place dโ€™Espagne in Brรผssel

Bรฉla Bartรณk ([หˆbeหlษ’ หˆbษ’rtoหk]; * 25. Mรคrz 1881 in Nagyszentmiklรณs, ร–sterreich-Ungarn; โ€ ย 26.ย September 1945 in New York City) war ein ungarischer Komponist, Pianist und Musikethnologe und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Moderne.

Kurzbiografie

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Bartรณks Vater, Bรฉla Bartรณk der ร„ltere (1855โ€“1888), war Direktor einer landwirtschaftlichen Schule und spielte Cello in einem Amateurorchester. Seine Mutter, Paula Bartรณk, geborene Voit (1857โ€“1939), war Lehrerin. Bartรณk hatte eine jรผngere Schwester namens Elza (1885โ€“1955). Nach dem frรผhen Tod des Vaters 1888 รผbernahm die Mutter allein die Erziehung und gab Bartรณk den ersten Klavierunterricht. Ab 1893 erhielt er Musik- und Kompositionsunterricht in Pressburg. Ab 1899 studierte Bartรณk Klavier und Komposition in Budapest. Von 1908 bis 1934 war er Professor fรผr Klavier an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest. 1909 heiratete er Mรกrta Ziegler, mit ihr hatte er den 1910 geborenen Sohn Bรฉla.[1] Die Ehe wurde 1923 geschieden, im selben Jahr heiratete er seine Klavierstudentin Ditta Pรกsztory. Auch aus dieser Ehe ging 1924 ein Sohn, Pรฉter, hervor. Aus Angst vor der Ausbreitung des Faschismus emigrierte Bartรณk 1940 in die USA, wo er zunรคchst nur wenige Auftrรคge bekam und weitgehend unbekannt war. 1945 starb er nach lรคngerer Krankheit an Leukรคmie. Zunรคchst in New York begraben, wurde sein Leichnam 1988 รผberstellt und im Rahmen eines Staatsbegrรคbnisses auf dem Farkasrรฉti-Friedhof in Budapest beigesetzt.

Neben dem Komponieren befasste Bartรณk sich wesentlich mit dem systematischen Sammeln von Volksliedern. Er unternahm dafรผr weitlรคufige Reisen durch Ungarn, Rumรคnien, die Slowakei, Siebenbรผrgen und den Vorderen Orient und sammelte dabei รผber 10.000 Lieder, die er phonographierte oder direkt schriftlich fixierte. Er sprach und schrieb mehrere Fremdsprachen, darunter Deutsch, Englisch, Franzรถsisch, Rumรคnisch und Russisch. Im Jahr 1916 trat Bartรณk der Unitarischen Kirche bei, sein Sohn Bรฉla wurde spรคter Prรคsident der Ungarischen Unitarischen Kirche.[2]

Kindheit und frรผhe Jahre

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Bartรณk verbrachte seine Kindheit im Kรถnigreich Ungarn des รถsterreichisch-ungarischen Reiches, das durch den Vertrag von Trianon nach dem Ersten Weltkrieg aufgeteilt wurde. Nach dem Tode seines Vaters 1888 lebte Bartรณk mit seiner Mutter in Nagyszล‘llล‘s (heute Wynohradiw, Ukraine) und Beszterce (Bistritz), bevor er fรผr die hรถhere Schule nach Pozsony (PreรŸburg, heute Bratislava, Slowakei) wechselte. Schon sehr frรผh fiel Bartรณks auรŸergewรถhnliche musikalische Begabung und sein absolutes Gehรถr auf. Die Mutter fรถrderte ihn in musikalischer Hinsicht von frรผhester Kindheit an.[3] Sie berichtete: โ€žMit vier Jahren schlug er auf dem Klavier mit einem Finger die ihm bekannten Volkslieder an; vierzig Lieder kannte er, und wenn wir den Textanfang eines Liedes sagten, konnte er das Lied sofort spielen.โ€œ Ebenso frรผh begann Bartรณk, wie etwa auch Mozart, mit kleinen Kompositionen. So schrieb Bartรณks Mutter weiter: โ€žAls er in der Schule von der Donau hรถrte, vertonte er den Donaulauf von der Quelle bis zur Mรผndung ins Schwarze Meer; ich schrieb das, wie auch seine anderen kleinen Stรผcke, mit seiner Hilfe in Noten auf.โ€œ Mit elf Jahren trat Bartรณk zum ersten Mal รถffentlich auf. Auf einem Wohltรคtigkeitskonzert in Nagyszรถllรถs spielte er unter anderem einen Satz aus einer Beethoven-Sonate und seinen Lauf der Donau.[3]

Im Alter von zwรถlf Jahren spielte Bartรณk in Beszterce bereits Violinsonaten von Beethoven und Mendelssohns Violinkonzert.[3] Frรผh fiel allerdings auch seine Neigung zu allerlei Krankheiten auf, was ihn ein Leben lang begleiten sollte und auch fรผr seinen frรผhen Tod verantwortlich war.

Frรผhes Schaffen

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Spรคter begann Bartรณk unter dem Liszt-Schรผler Istvรกn Thomรกn Klavier und unter Hans Koessler Komposition zu studieren. Koesslers Unterricht stieรŸ ihm jedoch schon bald als zu konservativ und verschult auf. An der Kรถniglichen Musikakademie von Budapest lernte er um 1905 Zoltรกn Kodรกly kennen. Dieser brachte Bartรณk auf das systematische Studium der Volksmusik. Fortan arbeitete er mit Kodรกly zusammen. Diese Tรคtigkeit hatte nachhaltigen Einfluss auf Bartรณks kรผnstlerischen Stil. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er die ungarische Volksmusik vor allem mit der von Roma in den Stรคdten vorgetragenen Musik in Verbindung gebracht, so wie sie etwa von Franz Liszt in den Ungarischen Rhapsodien oder auch von Johannes Brahms in den Ungarischen Tรคnzen verarbeitet worden war und so diesen Werken internationale Popularitรคt verschafft hatte.

Bald stellte sich heraus, dass es sich hierbei eher um romantisch nachempfundene, neu komponierte Kunstlieder handelte. Bartรณk dagegen suchte nach der originรคren Musik der lรคndlichen Bevรถlkerung, die er selbst als โ€žBauernmusikโ€œ bezeichnete.[4] Schon im Jahre 1903 hatte Bartรณk ein ausfรผhrliches Orchesterwerk mit dem Namen Kossuth geschrieben. Dieses Werk fรคllt in die Phase eines gesteigerten Nationalbewusstseins Bartรณks und ist Lajos Kossuth gewidmet, dem Helden der ungarischen Revolution im Jahre 1848. Hier ist noch der populรคre, romantische ungarische Stil verarbeitet, der auch von Bartรณk damals fรผr โ€žoriginal ungarischโ€œ gehalten wurde. Das rรผhrt daher, dass der Komponist sich in seinem frรผhen Schaffen stark verpflichtet fรผhlte, national geprรคgte ungarische Musik zu schreiben.

Dieses gesteigerte Nationalbewusstsein Bartรณks muss im Kontext gesellschaftlicher Strรถmungen der Zeit gesehen werden. GroรŸe Teile der ungarischen Bevรถlkerung empfanden selbst die nach dem ร–sterreichisch-Ungarischen Ausgleich weitgehend selbststรคndige Position Ungarns (die nur in Fragen der AuรŸenpolitik und der Streitkrรคfte mit ร–sterreich koordiniert war) als รถsterreichische Fremdherrschaft. Dementsprechend kam auch die Deutsch-Mode in wohlhabenden Familien nicht gut an, wo es chic war, deutsch zu sprechen (auch Bartรณk beklagte das in einem Brief) und die รผbermรครŸige Orientierung des Kulturbetriebes (u.ย a. in Budapest) auf ร–sterreich und Deutschland.

Bartรณk, wie auch viele andere Kรผnstler in ganz Europa, war hinsichtlich der Musik auf der Suche nach einem nationalen Stil. Dieser sollte aus dem Alten, was es noch zu entdecken galt, schรถpfen und gleichermaรŸen etwas Neues schaffen. Wรคhrend der junge Bartรณk um 1900 โ€žNieder mit den Habsburgern!โ€œ auf seine Briefe schrieb, demonstrativ ungarisch gekleidet in der deutschfreundlichen Budapester Musikakademie erschien und mit seinem Schaffen zeitlebens โ€žder ungarischen Nation, der ungarischen Heimat dienenโ€œ wollte (so in einem Brief von 1903),[5] war ihm spรคter an bloรŸer โ€žUngar-Tรผmeleiโ€œ nicht mehr gelegen. Vor allem durch seine intensiv betriebenen musikethnologischen Forschungen vor allem in Osteuropa, aber auch in der Tรผrkei und nordafrikanischen Lรคndern, erkannte er, wie wenig regionale Kulturen auf Nationalitรคt zu beschrรคnken sind und in welcher gegenseitigen Einflussnahme sie schon immer standen. In einem Brief an seinen rumรคnischen Freund Octavian Beu aus dem Jahr 1931 heiรŸt es: โ€žMeine eigentliche Idee [โ€ฆ] ist die Verbrรผderung der Vรถlker [โ€ฆ] Dieser Idee versuche ich [โ€ฆ] in meiner Musik zu dienenโ€œ.[6]

Einflรผsse auf Bartรณks Musik

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Die Musik von Richard Strauss, den Bartรณk im Jahre 1902 bei der ungarischen Erstauffรผhrung von Also sprach Zarathustra in Budapest traf, hatte zunรคchst groรŸen Einfluss auf sein Schaffen hinsichtlich Orchestermusik. Der romantische รœberschwang erschien ihm jedoch bald als nicht mehr zeitgemรครŸ. Einen bleibenderen Eindruck hinterlieรŸ dagegen die Musik von Franz Liszt.

Besonderen Einfluss รผbte die Volksmusik bzw. das Volkslied aus. Gerade ihre Schlichtheit und bisweilen raue Direktheit faszinierten Bartรณk. Daneben sah er in der Verwendung diatonischer Tonformeln jenseits des Dur-Moll-Systems (beispielsweise aus dorischen, mixolydischen Tonleitern) oder der Pentatonik, wie sie die originรคre Volksmusik fast รผberall aufweist, einen kreativen Anschub in Richtung eines neuen, eigenen harmonischen Stils. Nie hat die Inspiration durch die Volksmusik oder archaische Tonalitรคten bei Bartรณk zu einem schlichten Folklorismus gefรผhrt. Wie viele andere Komponisten des 20. Jahrhunderts war er auf der Suche nach einer Tonsprache, die zwar einen Neubeginn gegenรผber der Musik der Romantik markieren sollte, dabei aber nicht Traditionen negieren wollte. Von der Zwรถlftonmusik hielt Bartรณk daher wenig. Neben der bereits erwรคhnten Pentatonik und Diatonik verwendete er auch die Bitonalitรคt und legte groรŸen Wert auf rhythmische Vielfalt (wie auch Igor Strawinsky). So hatten Orchester seiner Zeit anfangs groรŸe Schwierigkeiten mit von Bartรณk komponierten, wiederum der Volksmusik entlehnten, ungeraden Rhythmen.

Fรผr seine Klaviermusik war neben der frรผhen Abkehr von der romantischen Klang- und Ausdruckswelt wichtig, dass das Klavier nicht mehr ein Melodie-, sondern ein Rhythmusinstrument mit neuartigen Klangfarben und -mischungen darstellte.[7] Auch die Musik franzรถsischer Komponisten, wie etwa Claude Debussy und Maurice Ravel, hatte starken Einfluss auf Bartรณk. Impressionistische Klangfarben hat er danach in der Musik fรผr Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta eingesetzt. Volksmusik findet sich explizit in der Tanzsuite oder auch im 1.ย Streichquartett verarbeitet.

Bartรณks berufliche Entwicklung

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Bartรณk war ein ausgezeichneter Pianist und strebte zunรคchst auch eine Karriere als solcher an. Doch schon 1907 bekam er von der Kรถniglichen Akademie eine Anstellung als Professor. Dies machte es ihm mรถglich, in Ungarn zu bleiben, anstatt als Pianist Tourneen durch Europa unternehmen zu mรผssen. Zu seinen Schรผlerinnen und Schรผlern zรคhlten unter anderen Fritz Reiner, Irma Schaichet, Sir Georg Solti, Gyรถrgy Sรกndor, Ernรถ Balogh und Lili Kraus.

In die Jahre 1907/08 fรคllt mit dem 1. Violinkonzert die Komposition eines der wohl persรถnlichsten Werke Bartรณks. Damals hatte ihn eine unglรผcklich verlaufende Liebe zu der knapp 20-jรคhrigen Violinistin Stefi Geyer erfasst. Er widmete ihr sein erstes Violinkonzert und schenkte ihr die Partitur. Geyer spielte das Konzert nie รถffentlich und hielt das Manuskript beinahe ein halbes Jahrhundert unter Verschluss. Wรคhrend dieser Zeit bekam niemand die Partitur zu Gesicht, sie galt zeitweise als verschollen. Wenige Jahre vor ihrem Tod beschloss Stefi Geyer, dass das Werk nach ihrem Tod aufgefรผhrt werden solle, und vertraute ihr Geheimnis Paul Sacher an. Geyer starb 1956. Die Partitur wurde Paul Sacher, dem Leiter des Basler Kammerorchesters und spรคteren Kunstmรคzen, mit dem Bartรณk seit den 1930er Jahren engen Kontakt hielt, รผberreicht. Das wiederum brachte ein merkwรผrdiges Zusammentreffen ans Licht: Das Stefi-Motiv Bartรณks aus drei Terzen [Dโ€“Fisโ€“Aโ€“Cis] war identisch mit einem zentralen Motiv in Willy Burkhards 1943 vollendetem, Geyer und Sacher zugeeigneten, Violinkonzert.[8] 1958 wurde schlieรŸlich Bartรณks Violinkonzert uraufgefรผhrt.

Fรผr den Dienst in der k. u. k. Wehrmacht war Bartรณk untauglich. Jedoch war er von 1915 bis 1918 gemeinsam mit dem Dirigenten und Komponisten Bernhard Paumgartner in der Musikabteilung des Kriegspressequartiers des k. u. k. Kriegsministeriums unter anderem fรผr das Sammeln von Soldatenliedern zustรคndig. Bartรณk arbeitete in Budapest und war fรผr den transleithanischen Teil der Doppelmonarchie der Habsburger zustรคndig, wรคhrend Paumgartner in Wien arbeitete und fรผr den cisleithanischen Teil zustรคndig war. Gemeinsam gaben sie fรผr die k. u. k. Wehrmacht ein Liederbuch fรผr Soldaten heraus, das mehrere Auflagen erlebte. Bartรณks Mitarbeiter in der Musikabteilung in Budapest war sein Freund und Komponist Zoltรกn Kodรกly.[9]

Im Jahr 1909 heirateten Bartรณk und Mรกrta Ziegler. Ihr Sohn Bรฉla junior wurde 1910 geboren. 1911 schrieb Bartรณk seine einzige Oper Herzog Blaubarts Burg, die er seiner Frau widmete. Dieses Werk war sein Beitrag zu einem Wettbewerb, der von der ungarischen kรถniglichen Kommission fรผr Schรถne Kรผnste ausgeschrieben war. Doch diese wies das Werk mit der fadenscheinigen Begrรผndung, es sei unspielbar, zurรผck. Hinter dieser Begrรผndung steckte der Konservatismus des Hauses Habsburg und damit wohl auch eine Angst vor Neuem. Neu war wohl vor allem die ungewohnte Dramaturgie: Der vergleichsweise kurze Einakter (Spielzeit etwa 60 Minuten) ist im Grunde ein fortwรคhrender Dialog nur zweier Figuren (Blaubart und Judith). Auch fรคllt die, fรผr Verhรคltnisse der Oper, schlichte Art zu singen auf: Diese ist bisweilen liedhaft und stark geprรคgt von den Eigenheiten der ungarischen Prosodie. Bis 1918 war die Oper kein einziges Mal aufgefรผhrt worden, als die kรถnigliche Regierung Bartรณk unter Druck setzte, den Namen des Librettisten Bรฉla Balรกzs aus politischen Beweggrรผnden aus dem Programm zu entfernen. Bartรณk weigerte sich und lieรŸ die Urauffรผhrung ins Wasser fallen. Am 24.ย Mai 1918 wurde das Werk schlieรŸlich unter groรŸem Beifall aufgefรผhrt. Den Rest seines Lebens stand Bartรณk der ungarischen Regierung kritisch gegenรผber. 1919 trat Bartรณk dem Musikdirektorium der Ungarischen Rรคterepublik bei, dem auch Zoltรกn Kodรกly angehรถrte.

Aus seiner Enttรคuschung รผber die Kommission fรผr Schรถne Kรผnste komponierte er in den nรคchsten zwei, drei Jahren weniger und konzentrierte sich verstรคrkt darauf, eine Sammlung ungarischer Volkslieder aufzubauen. Als hauptsรคchliches Resultat ging daraus 1922/1923 Das ungarische Volkslied (Originaltitel: A magyar nรฉpdal, auch auf Deutsch und Englisch erschienen) hervor. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen bloรŸen Sammelband ungarischer Volksmelodien und -texte, sondern um einen wissenschaftlich orientierten Versuch einer Systematisierung von Melodien nach Typen, ungefรคhrem Alter und regionalem Auftreten. Dazu griff Bartรณk auf einen gewaltigen Schatz von ca.ย 3000 Melodien und Texten zurรผck, die รผberwiegend von ihm selbst, aber auch durch andere Forscher direkt der lรคndlichen Bevรถlkerung abgehรถrt wurden. Wรคhrend dieser Feldforschungen wurden die Melodien entweder phonographiert und spรคter transkribiert oder direkt vor Ort in Notenschrift gebracht. Die Sammlung von Volksliedern und die Transkription seiner phonographischen Aufnahmen war fรผr Bartรณk eine Aufgabe von grรถรŸter Wichtigkeit: er erkannte die regionalspezifischen Volkslieder und deren mรผndliche รœberlieferung als gefรคhrdet (u. a. durch technologische Entwicklungen wie Aufnahmetechnik und Radio); des Weiteren waren seine phonographischen Aufnahmen auf Wachszylindern einem relativ schnellen physischen Verfall preisgegeben. Bei der Transkription bediente sich Bartรณk Techniken wie verlangsamtem Abspielen, um Details in der Ausfรผhrung notieren zu kรถnnen.[10]

Bartรณk phonographiert Volkslieder (1907)

Abgesehen vom Gebiet des damaligen Ungarn, einschlieรŸlich groรŸer Gebiete, die seit 1920 zu Rumรคnien, der Tschechoslowakei und Serbien gehรถren, fรผhrten Bartรณks Forschungsreisen weiter auf den Balkan, nach Russland sowie in das Osmanische Reich und Nordafrika. Auf seiner Reise in der Tรผrkei zwang ihn der Ausbruch des Ersten Weltkrieges diese sowie vorerst auch weitere Expeditionen auf der Suche nach Volksliedern einzustellen. Bartรณk widmete sich wieder vermehrt dem Komponieren. Aus dieser Phase seines kรผnstlerischen Schaffens gingen das Ballett Der holzgeschnitzte Prinz (1914โ€“1916) und sein 2.ย Streichquartett (1915โ€“1917) hervor. Durch den holzgeschnitzten Prinz kam Bartรณk zu Weltruhm.

AnschlieรŸend arbeitete Bartรณk an einem weiteren Ballett, Der wunderbare Mandarin, das in seiner expressiven Tonsprache Parallelen zu Igor Strawinsky aufweist. Obwohl Bartรณk die Arbeit daran im Jahre 1918 begann und 1924 abschloss, wurde das Ballett bis 1926, wohl vor allem aufgrund seines anstรถรŸigen Sujets โ€“ย Prostitution, Rรคuberei und Totschlagย โ€“ nicht aufgefรผhrt. Nach der Urauffรผhrung im November 1926 in Kรถln lieรŸ der damalige Kรถlner Bรผrgermeister Konrad Adenauer aufgrund sittlicher Bedenken weitere Auffรผhrungen verbieten.

Bartรณk lieรŸ sich 1923 von Mรกrta scheiden und heiratete seine Klavierstudentin Ditta Pรกsztory. Bartรณks zweiter Sohn Pรฉter wurde 1924 geboren. Fรผr Pรฉters Musikunterricht komponierte Bartรณk eine sechsbรคndige, nach Schwierigkeitsgraden abgestufte Sammlung von Klavierwerken, die als Mikrokosmos bis heute im Klavierunterricht verwendet wird.

Emigration und spรคtere berufliche Laufbahn

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Aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges und der sich sukzessive verschlechternden politischen Lage in Europa war Bartรณk geneigt, Ungarn zu verlassen. Er verurteilte den Nationalsozialismus aufs Schรคrfste.[11] Nachdem die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht รผbernommen hatten, weigerte er sich, weiterhin in Deutschland aufzutreten, und wandte sich von seinem in Deutschland ansรคssigen Verleger ab. Das in der ungarischen โ€žAz Estโ€œ verbreitete Gerรผcht, Bartรณk hรคtte den italienischen und deutschen Radiosendern verboten, seine Stรผcke aufzufรผhren, wies er energisch zurรผck (โ€žIch habe mit Staunen gesehn, dass diese dumme und ganz falsche Nachricht einer unserer Blรคtter ihren Weg sogar inโ€™s Ausland gefunden hatโ€œ[12]). Als 1938 die Regierung Ungarns auf Wunsch des NS-Staats โ€žJudengesetzeโ€œ erlieรŸ, unterzeichneten 61 Prominente Ungarns medienwirksam, aber erfolglos einen Protest dagegen. Zu ihnen gehรถrten neben Bรฉla Bartรณk auch Zoltรกn Kodรกly und Zsigmond Mรณricz.[13] Seine liberalen Ansichten brachten ihn in groรŸe Schwierigkeiten mit dem rechtsradikalen Ungarn. Die Angst, dass sein Heimatland eine deutsche Kolonie werden kรถnnte, trieb Bartรณk โ€žweg aus der Nachbarschaft dieses verpesteten Landesโ€œ und veranlasste ihn 1940 zu einem โ€žSprung ins Ungewisse aus dem gewussten Unertrรคglichenโ€œ.[14] Im August 1939, kurz vor Kriegsausbruch, hielt er sich im schweizerischen Saanen als Gast von Paul Sacher auf, in dessen Auftrag er sein letztes Streichquartett und ein Divertimento fรผr Streichorchester schrieb.[15] Nachdem er bereits seine Manuskripte in die USA geschickt hatte, emigrierte er im Oktober 1940 zusammen mit seiner Frau nach Amerika. Pรฉter folgte ihnen zwei Jahre spรคter. Sein Sohn Bรฉla hingegen blieb in Ungarn.

Bartรณk war als Komponist in Deutschland zwar nicht verboten, jedoch wurde es nicht gerne gesehen, wenn seine Werke aufgefรผhrt wurden. Es ist wenig bekannt, dass der Dirigent Hans Rosbaud noch 1943 fรผr den Reichssender Frankfurt einige kleine Orchesterwerke mit dessen Orchester aufnahm. Im Archiv des Hessischen Rundfunks hat sich ein Tondokument erhalten, das anlรคsslich eines โ€žTages der offenen Tรผreโ€œ Ende der 90er Jahre ausgestellt wurde. (Eine besondere Art von Schallplatten, die fรผr Rundfunksendungen verwendet wurde.) Auch Oswald Kabasta hat immer wieder seine Werke auf die Programme der Mรผnchner Philharmoniker gesetzt.[16]

Bartรณk fรผhlte sich in den USA fremd und empfand es als schwierig, weiterhin zu komponieren. Auch kannte man ihn in den USA kaum. An seinen Werken bestand nur geringes Interesse, obwohl sich sein ungarischer Landsmann, der ebenfalls in die USA emigrierte Pianist Andor Fรถldes, in seinen Konzerten immer wieder fรผr das Werk Bartรณks einsetzte. Bartรณk und seine Frau gaben Klavierunterricht, auch Konzerte, und waren zeitweilig mit einer Forschungsarbeit รผber serbische Volkslieder beschรคftigt. An der Harvard University hielt Bartรณk einige Vorlesungen (die Harvard Lectures), unter anderem รผber das Komponieren im 20.ย Jahrhundert. Diese sind an der Harvard University als Tonaufnahmen dokumentiert und in verschiedenen fachlichen Publikationen in Ausschnitten als Abschriften zitiert. Dennoch war die finanzielle Lage der Familie ebenso wie Bartรณks Gesundheit in einem bedenklichen Zustand. Die Diagnose seiner fortschreitenden Leukรคmie-Erkrankung, die u. a. zu stรคndigem Fieber fรผhrte, wurde ihm von seinen ร„rzten bis zuletzt verheimlicht, wiewohl er den Ernst seines Zustandes erahnte.[10]

Bartรณks Grab, Farkasrรฉti temetล‘, Budapest
Erinnerungs-Plakette in Szeged

Ab dem Jahr 1943 gab es nochmals eine letzte Aufhellung in Bartรณks von Krankheit und Geldnot geprรคgtem Leben in den USA. Die amerikanische Vereinigung der Komponisten, Autoren und Verleger (ASCAP) ermรถglichte ihm eine Heilbehandlung und Kur. Sergei Kussewizki beauftragte ihn mit einem Orchesterwerk und bot ihm einen Scheck รผber 1000 Dollar, den Bartรณk anfangs aus Angst, er kรถnne das Werk nicht fertigstellen, ablehnte. Yehudi Menuhin wรผnschte eine Violinsonate, William Primrose ein Konzert fรผr Bratsche und sein Verleger, Ralph Hawkes, ein 7. Streichquartett.[17]

Die Auftragsarbeit fรผr Sergei Kussewizki, das Konzert fรผr Orchester, wurde das vielleicht bekannteste Werk Bartรณks, welches er nach einer dreijรคhrigen Schaffenspause in drei Monaten, von August bis Oktober 1943, fertigstellte. Bartรณk fand so noch einmal einige Kraft zum Komponieren und begann darauf mit seinem kรผhlen und fast neo-klassizistischen 3. Klavierkonzert, dem Bratschenkonzert und seinem 7.ย Streichquartett. Die Arbeiten gerieten aber zu einem Wettlauf mit dem Tod. Das Bratschenkonzert blieb unvollendet und wurde spรคter von seinem Schรผler Tibor Serly vervollstรคndigt. Die Arbeit am 7.ย Streichquartett brach jedoch bereits nach einigen Takten ab.[18]

Bartรณks Wohnung befand sich in den letzten Jahren seines Lebens in Manhattan, im Viertel Hellโ€™s Kitchen, 309 West 57th Street. Dort starb er am 26. September 1945 an Leukรคmie. An dem Haus wurden spรคter eine englischsprachige Gedenktafel und eine Bronzebรผste angebracht.

Der Komponist wurde zunรคchst auf dem Ferncliff-Friedhof in Hartsdale (New York) beigesetzt. Erst 1988, angesichts des politischen Tauwetters in Ungarn, konnten die sterblichen รœberreste nach Budapest รผberfรผhrt und dort am 7. Juli 1988 im Rahmen eines Staatsbegrรคbnisses auf dem Friedhof Farkasrรฉt beigesetzt werden.

Musikalische Bedeutung

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Musik Meile Wien

Bartรณk gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, ohne dass er der musikalischen Avantgarde zugerechnet wird, zu der Komponisten wie Charles Ives, Edgar Varรจse, Arnold Schรถnberg, Anton Webern, Alexander Wassiljewitsch Mossolow und Olivier Messiaen gehรถren. Seine Musiksprache bezieht die ungarische Volksmusik ein, verbindet sie aber mit Errungenschaften der Musikmoderne. So verwendet Bartรณk alle zwรถlf Tรถne und bewahrt gleichzeitig einen modalen Charakter.[19] Besonders im Bereich der Kammermusik zรคhlen die Kompositionen Bartรณks zu den bedeutendsten in der Musik der ersten Hรคlfte des 20. Jahrhunderts; so etwa die Streichquartette, die Violinsonaten oder die Sonate fรผr Violine allein.

Bemerkenswert ist darรผber hinaus, dass Bartรณk didaktische Werke komponierte, die sich nicht nur fรผr den Instrumentalunterricht, sondern auch fรผr den Konzertsaal oder Tonaufnahmen eignen. Das gilt insbesondere fรผr die Duos fรผr zwei Violinen und Stรผcke aus dem Mikrokosmos fรผr Klavier. So wurden die Duos fรผr zwei Violinen von Weltklasse-Geigern wie Itzhak Perlman und Pinchas Zukerman im Konzertsaal dargeboten sowie auch im Tonstudio eingespielt. Hier stehen Stรผcke, die spieltechnisch zu den einfachsten der Violin-Literatur gehรถren, musikalisch auf annรคhernd gleicher Hรถhe wie die spieltechnisch schweren Werke der Konzert-Literatur fรผr Violine.

Bartรณks Klavierstรผck Allegro barbaro wurde in der Adaption der Musikgruppe Emerson, Lake and Palmer auf deren Debรผtalbum weiteren Hรถrerkreisen bekannt.

Einige Jahre nach Bartรณks Tod begann die Filmindustrie, sich fรผr seine Werke zu interessieren, und so wurden ab den 1950er Jahren immer wieder einige seiner Stรผcke fรผr Kino- und TV-Produktionen als Filmmusik verwendet, beispielsweise der 3.ย Teil der Musik fรผr Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta in Stanley Kubricks Shining (1980).[20]

Bereits 1935 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der International Society for Contemporary Music ISCM gewรคhrt.[21] Die ISCM-Weltmusiktage prรคgte er als Komponist nachhaltig. Nacheinander wurden dort 1923 die Sonate Nr. 2, 1925 die Tanzsuite, 1927 das 1. Klavierkonzert, 1934 die Rhapsodie Nr. 1, 1936 das 5. Streichquartett, 1938 die Sonate fรผr 2 Klaviere und Schlagzeug, 1942 das Divertimento fรผr Streichorchester, 1946 das Konzert fรผr Orchester und 1957 wie 1965 Contrasts aufgefรผhrt. Des Weiteren waltete Bartรณk bei den ISCM World Music Days 1924 als Juror und trat in den Festivals von 1927 und 1938 auch als Pianist auf.

Im Jahr 1984 wurde Bartรณk postum wegen seiner besonderen Bedeutung in der Musik mit dem Grammy Trustees Award ausgezeichnet.[22]

Der am 12. Mรคrz 1988 entdeckte Asteroid (4132) Bartรณk wurde 1989 nach ihm benannt.[23] Gleiches gilt seit 1961 fรผr den Bartรณk-Gletscher in der Antarktis.

Werke

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Das Bartรณk-Archiv befindet sich im Palais Erdล‘dy-Hatvany in Budapest.

Werkverzeichnisse

Op.: Bรฉla Bartรณk legte mehrere eigene Werkverzeichnisse an. Er gab seinen frรผhen Werken, die zwischen 1890 und 1894 komponiert wurden, die Opusnummern 1โ€“31. Mit der Komposition der Klaviersonate im Jahr 1894 begann er wieder bei 1 und gab Opuszahlen bis 21, bevor er aufhรถrte. Mit der Rhapsodie fรผr Klavier (1904) begann Bartรณk zum letzten Mal mit der Vergabe von Opuszahlen, diesmal jedoch nur fรผr Werke, die er als Hauptwerke betrachtete. Nachdem die Violinsonate Nr. 1 (1921) Op. 21 erhalten hatte, hรถrte Bartรณk auf, seinen Werken Opusnummern zuzuweisen.
DD: Thematisches Verzeichnis der Jugendwerke Bรฉla Bartรณks (1974) von Denijs Dille, in dessen Buch sein Katalog von Bartรณks frรผhen Werken erschien, der alle zwischen 1890 und 1904 entstandenen Werke Bartรณks enthรคlt.
Sz: (Szล‘llล‘sy-Verzeichnis) Dies ist immer noch das am weitesten verbreitete System zur Katalogisierung von Bartรณks Werken.
BB: Das Bรฉla-Bartรณk-Werkverzeichnis von Lรกszlรณ Somfai ist der neueste Katalog von Bartรณks Werken und enthรคlt einen chronologischen Index mit den BB-Nummern 1โ€“129. Es ist damit umfangreicher als das Szล‘llล‘sy-Verzeichnis, enthรคlt aber auch nicht alle im DD-Verzeichnis aufgefรผhrten Werke.

Bรผhnenwerke

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Orchesterwerke

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Konzerte

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  • 1905: Rhapsodie fรผr Klavier und Orchester
  • 1907โ€“1908: 1. Violinkonzert, UA 30. Mai 1958 Basel
  • 1926: 1. Klavierkonzert UA 1. Juli 1927 Frankfurt/M.
  • 1928: 2 Rhapsodien fรผr Violine und Orchester[24]
  • 1930โ€“1931: 2. Klavierkonzert, UA 23. Januar 1933 Frankfurt/M.
  • 1937โ€“1938: 2. Violinkonzert, UA 23. Mรคrz 1939 Amsterdam
  • 1940: Konzert fรผr zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester, UA 14. November 1942 London
  • 1945: 3. Klavierkonzert, UA 8. Februar 1946 Philadelphia 1946 (posthum)
  • 1945: Bratschenkonzert UA 2. Dezember 1949 Minneapolis (posthum)

Kammermusik

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  • 1908: 1. Streichquartett
  • 1915โ€“1917: 2. Streichquartett
  • 1921: 1. Sonate fรผr Violine und Klavier
  • 1922: 2. Sonate fรผr Violine und Klavier
  • 1927: 3. Streichquartett
  • 1928: 4. Streichquartett
  • 1931: 44 Duos fรผr zwei Violinen
  • 1934: 5. Streichquartett
  • 1937: Sonate fรผr 2 Klaviere und Schlagzeug
  • 1938: Kontraste fรผr Violine, Klarinette und Klavier
  • 1939: 6. Streichquartett
  • 1944: Sonate fรผr Violine solo

Klavierwerke

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  • 1900: 4 Klavierstรผcke
  • 1908: 14 Bagatellen
  • 1908: Fรผr Kinder. 85 Stรผcke nach ungarischen und slowakischen Volksliedern
  • 1911: Allegro barbaro
  • 1913: 18 leichte Stรผcke
  • 1915: 6 rumรคnische Volkstรคnze
  • 1916: Suite op. 14
  • 1914โ€“1918: 15 ungarische Bauerntรคnze
  • 1926: 9 kleine Klavierstรผcke
  • 1926: Im Freien (Szabadban)
  • 1926: Klaviersonate
  • 1926โ€“1937: Mikrokosmos. 153 Stรผcke
  • ca. 1900: Dorfszenen

Vokalwerke

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  • 1898 ff.: Lieder mit Klavier
  • 1912: 4 alte ungarische Volkslieder fรผr gemischten Chor
  • 1924: Dorfszenen โ€“ Sammlung von fรผnf Werken fรผr Singstimme und Klavier
  • 1930: Cantata profana โ€“ Die Zauberhirsche fรผr Tenor, Bariton, Doppelchor und Orchester
  • 1935: Aus alten Zeiten fรผr dreistimmigen gemischten Chor

Schriften

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  • 1924: Das Ungarische Volkslied
  • 1923: Die Volksmusik der Rumรคnen von Maramuresch
  • 1935: Die Melodien der rumรคnischen Colinde
  • 1936: Warum und wie wir Volksmusik sammeln.
  • 1937: Volksliedforschung und Nationalismus

Literatur

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  • Elliott Antokoletz: Bรฉla Bartรณk. Garland, New York 1997.
  • Pรฉter Bartรณk: My Father. Bartรณk Records, Homosassa/Fla 2002.
  • Pierre Citron: Bartรณk. Seuil, Paris 1994.
  • Everett Helm: Bรฉla Bartรณk. (= Rowohlts Monographien, Bd. 50107). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1965, ISBN 3-499-50107-4.
  • Lajos Lesznai: Bรฉla Bartรณk. Sein Leben โ€“ seine Werke. Deutscher Verlag fรผr Musik, Leipzig, 1961.
  • Istvรกn Pรกvai, Lรกszlรณ Vikรกrius: Bartรณk Bรฉla รฉlete levelei tรผkrรฉben. (Bรฉla Bartรณks Leben im Spiegel seiner Briefe). Hrsg.: Ungarische Akademie der Wissenschaften โ€“ Musikwissenschaftliches Institut. Budapest 2007 (ungarisch).
  • Tadeus A. Zieliล„ski: Bartรณk. Leben Werk Klangwelt. Mรผnchen Mainz 1989.
  • Jรณzsef Ujfalussy: Bรฉla Bartรณk. Aus dem Ungarischen รผbersetzt von Sophie und Robert Bohรกti. Corvina, Budapest 1973.
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Commons: Bรฉla Bartรณkย โ€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. โ†‘ Bรฉla Bartรณk jun.: Erinnerungen an meinen Vater. In: Sinn und Form 1/1983, S. 214โ€“220. (Der Text wurde als Gesprรคch am 23.10.1980 von Katharina Wauer in Budapest aufgezeichnet und am 25.3.1981 als Pausengesprรคch wรคhrend der Originalรผbertragung des Festkonzerts anlรครŸlich des 100. Geburtstages von Bรฉla Bartรณk aus der Budapester Musik-Akademie im zweiten Programm von Radio DDR gesendet. Fรผr den Abdruck in Sinn und Form wurde das Gesprรคch von Monika Helmecke vorbereitet.)
  2. โ†‘ Bela Bartok. Abgerufen am 20.ย Dezember 2021.
  3. โ†‘ a b c Bence Szabolcsi: Bรฉla Bartรณk. Leipzig, 1981, S. 9 und S. 11.
  4. โ†‘ Bรฉla Bartรณk: Das Ungarische Volkslied (Ethnomusikologische Schriften-Faksimile Nachdrucke). D. Dille (Hrsg.), Mainz 1965, S. 17.
  5. โ†‘ Bence Szabolcsi: Bรฉla Bartรณk. Leipzig, 1981, S. 26.
  6. โ†‘ Bence Szabolsci: Bรฉla Bartรณk. Weg und Werk โ€“ Schriften und Briefe. Budapest, 1957, S. 265.
  7. โ†‘ Peter Hollfelder: Das groรŸe Handbuch der Klaviermusik.
  8. โ†‘ Maria Stader: Nehmt meinen Dank. Erinnerungen. Nacherzรคhlt von Robert D. Abraham. Mรผnchen, 1979, S. 120โ€“121.
  9. โ†‘ Herbert Gantschacher: Zeuge und Opfer der Apokalypse. Ausstellungskatalog zur Militรคrdienstzeit von Viktor Ullmann im Ersten Weltkrieg und der Einfluss auf sein musikalisches Werk. Arnoldstein/Wien/Salzburg/Prora 2007โ€“2008.
  10. โ†‘ a b Peter Bartรณk: My father. Homosassa (FL): Bartรณk Records, 2002.
  11. โ†‘ Peter Petersen:ย Bรฉla Bartรณk im Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (LexM), Stand: 27.ย Juni 2017
  12. โ†‘ Ferenc Bรณnis (Hrsg.): Bรฉla Bartรณk - Paul Sacher. Briefwechsel 1936-1940. Balassi, Budapest 2013, S.ย 227.
  13. โ†‘ Georg Kastner: Ungarn: Zwischen Anpassung und Auflehnung. In G. R. Ueberschรคr: Handbuch zum Widerstand gegen Nationalsozialismus und Faschismus in Europa 1933/39 bis 1945. de Gruyter, Berlin/New York 2011, S. 62
  14. โ†‘ Hans-Werner Boresch: Ein Sprung ins Ungewisse aus dem gewuรŸten Unertrรคglichen โ€“ Musiker im Exil. In: Programmheft zur Auffรผhrung des Deutschen Miserere [von Paul Dessau] in Wuppertal und Solingen am 21. und 23. November 1993. (Redaktion: Mechthild von Schoenebeck), S. 8โ€“16.
  15. โ†‘ 80 Jahre Bartรณk in Saanen Paul-Sacher-Stiftung, 11. August 2019.
  16. โ†‘ Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933โ€“1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 279. online
  17. โ†‘ Bence Szabolcsi: Bรฉla Bartรณk. Leipzig, 1981, S. 107.
  18. โ†‘ Bence Szabolcsi: Bรฉla Bartรณk. Leipzig, 1981, S. 109.
  19. โ†‘ Peter Petersen: "Die Tonalitรคt im Instrumentalschaffen von Bรฉla Bartรณk." Wagner, Hamburg 1971.
  20. โ†‘ Filmmusik zu Shining. Internet Movie Database, abgerufen am 22.ย Mai 2015.
  21. โ†‘ Honorary members. iscm.org, abgerufen im August 2020 (amerikanisches Englisch).
  22. โ†‘ Grammy Trustees Award โ€“ Grammys Trustees Award Winners. awardsandshows.com, abgerufen im August 2020 (englisch).
  23. โ†‘ Minor Planet Circulars and Minor Planets and Comets. Minor Planet Center - Smithsonian Astrophysical Observatory, 15.ย September 1989, abgerufen im August 2020 (englisch).
  24. โ†‘ Schmidt-Mechau - Komponist. Abgerufen am 20.ย Dezember 2021.

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